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Statussymbole

Fällt mir gerade noch ein: Ich habe mir einen Nissan Juke gekauft – ein Mini-SUV, also ein Kleinwagen, nicht sehr viel größer als ein Fiat 500 oder ein VW Polo (bissl Schleichwerbung 😝).

Ich mag ihn schon, seit ich ihn vor etwa 15 Jahren zum ersten Mal gesehen habe. Ich würde sogar sagen: Ich habe mich damals ein bisschen in ihn verliebt.

Gekauft habe ich ihn aber nicht.

Warum? Weil er eben nur ein Kleinwagen ist – zu popelig für den erfolgreichen Business-Mann Sepp, den tollen Unternehmer, als den ich mich sehen wollte.

Ziemlich dämlich, oder?

Im Kern war es aber nicht der Wagen, der mir nicht gut genug war – es war ich selbst. Ich brauchte damals ein größeres, teureres Auto wie eine Krücke, um mir selbst zu beweisen, dass ich es „geschafft“ habe. Statussymbole sind nichts anderes als äußere Tapeten für innere Leerräume. Man klebt sich ein Statussymbol auf die Karosserie, in der Hoffnung, dass andere einen für wertvoller halten – weil man es selbst nicht tut.

Und das Verrückte ist: Wir erschaffen uns unsere eigene Bubble genau darum. Dieses „Höher, schneller, weiter“ – das ist ja nicht nur die böse Außenwelt, die uns das aufzwingt. Die Bubble existiert vor allem in unserem Kopf. Wir bauen sie Stein für Stein aus unseren Ängsten: Was denken die anderen? Bin ich gut genug? Darf ich mir das erlauben? Und dann kaufen wir uns teure Uhren, große Autos oder Designermöbel, um in dieser selbstgebauten Bubble ganz oben zu stehen – dabei sind wir gleichzeitig ihre Gefangenen.

Und mal ganz ehrlich: glücklich macht das auch nicht, im Gegenteil.

Ich bin schon eine Weile ausgestiegen aus dieser selbstgebauten Bubble – zunächst nicht ganz freiwillig, durch meine Insolvenz. Aber mittlerweile sehr glücklich. Weil ich gelernt habe: Wer seinen Selbstwert nicht von innen füllt, wird von außen nie satt. Der Juke ist heute auch mein kleines, tägliches Erinnerungsstück daran.


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