To-do-Listen, Ziele, Deadlines & Co.

Ich hab immer das Gefühl, dass ich mich mit To-do-Listen, Zielen, Deadlines & Co. selbst vergewaltige.

Das ist diese „Tschaka“-Philosophie: „Yeah, du schaffst das, Tschaka!“

Mit der ich – glaub ich – schon immer meine Schwierigkeiten hatte. Früher unbewusst, heute sehr bewusst.

In den meisten Fällen versuchen wir uns doch zu etwas zu motivieren (vielleicht nur ein anderes Wort für Selbstverarschung?), was wir im Grunde unseres Herzens, im Grunde unserer Seele gar nicht tun wollen.

Richtiger wäre also: Wir versuchen uns zu etwas zu ZWINGEN.

Bei mir funktioniert das eher über Sinnhaftigkeit. Also: Welchen Sinn hat das eigentlich für mich? Oder für mein Leben? Oder für das Leben anderer?

Eventuell muss ich in manchen Fällen den Sinn erst herstellen. Wer macht schon gerne Steuererklärungen? Aber sie haben einen Sinn für mein Leben – zum Beispiel, dass ich durch eine Steuerrückerstattung Geld für meine Ziele zur Verfügung habe.

Aber unterm Strich: Was mich nicht glücklich macht, kann weg.

Und wer mich trotzdem mit „Tschaka“ motivieren will … darf mich vorher fragen, ob ich Bock habe. Meistens ist die Antwort: Nein.

Tschaka ist übrigens kein Gefühl. Es ist eine Einladung zum Ignorieren deines eigenen Neins.

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