Früher habe ich mein Geld für Koks und Nutten ausgegeben

Okay, ich geb’s zu: Für Koks und Nutten habe ich noch nie einen Cent ausgegeben. Aber das klingt einfach besser als „Bier und Pornos“.

Es hat schon was, wenn man mal ein paar Wochen älter ist und sich die Prioritäten ändern. Auf die Idee, auf meine Gesundheit zu achten, wäre ich mit 20 oder 30 nie gekommen.

Heute ist das anders.

Ein bisschen, weil ich muss – wobei es nicht so schlimm ist. Bissl Übergewicht, bissl Insulinresistenz, eine Schilddrüsenunterfunktion. Daran stirbt man nicht gleich. Aber mittelfristig vielleicht doch nicht soooo lustig.

Vor allem aber, weil ich will.

Meine Kinder bedrohen mich, dass sie mir Enkel schenken wollen. (Das Problem ist ja nicht, dass man Opa wird – sondern dass man mit einer Oma verheiratet ist.)

Aber der Gedanke ist schon: Wie will ich mit denen meine Zeit verbringen? Als alter, tatteriger Greis, der das Schnitzel aus der Schnabeltasse trinkt? Oder fit und gesund – Fahrradausflüge machen, Schwimmen beibringen?

Na ja, ich habe mich für zweiteres entschieden.

Deshalb jetzt das Ziel: wieder einen Halbmarathon zu laufen. Okay, in ungefähr zwei Jahren. Weil ich doch nicht soooo fit bin gerade.

Aber hey: Die Pillen auf dem Bild sind nur das Fundament. Der Rest ist Kopf.

Und von der Oma bin ich übrigens schon lange geschieden – aber wir haben ein gutes Verhältnis. Sie ist immer noch mein Lieblingsmensch. Leider ist sie sehr krank. Und das motiviert mich auch, etwas für mich zu tun. Aber das ist eine andere Geschichte.

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