Ja, Bua, du hosch ja an zu kurza …
Die Geschichte hat mir vor etlichen Jahren der Sohn eines Geschäftsfreundes erzählt.
Er war als Kind ständig von Kopfschmerzen geplagt – über Jahre hinweg. Seine Eltern sind mit ihm zu verschiedenen Ärzten, er wurde von oben bis unten untersucht. Aber niemand fand heraus, woran es lag.
Eines Tages war er dann beim Arzt, eigentlich wegen etwas anderem. Lag auf der Liege, der Arzt untersuchte ihn – und dann kam der Satz:
„Ja, Bua, du hosch ja an zu kurza … Fuaß!“
Hattest du an was anderes gedacht, du Ferkel?
Der Arzt meinte natürlich das Bein. In Bayern wird meist alles unterhalb des Knies als „Fuß“ bezeichnet. Der mittlerweile junge Mann hatte eine kleine Beinlängendifferenz. Die wurde durch spezielle Schuhe ausgeglichen – und siehe da: Die Kopfschmerzen waren auch weg.
Diese Beinlängendifferenz hatte Auswirkungen auf den ganzen Körper: ein kleiner Schiefstand der Hüfte, eine etwas verbogene Wirbelsäule, Auswirkungen auf den Nacken – zack, Kopfweh!
Und die Moral von der Geschicht?
Halbe Eier rollen nicht. … ach Quatsch, das war was anderes.
Für mich habe ich daraus schon vor zig Jahren gelernt: Das sichtbare Problem ist eher selten die Ursache.
Genau das findet seinen Ausdruck in meinem Mentoring. Ich doktere nicht am Kopfschmerz rum – ich finde die wahre Ursache. Meist weiß ich die schon, wenn ich den Klienten das erste Mal sehe. Meist glaubt der Klient das aber nicht. Deshalb muss es erst herausgearbeitet werden – was aber recht zügig geht.
Ja und dann: Zack. Probleme weg. Meist nicht nur eins, sondern halbautomatisch mehrere.
Wenn dich dieser Text so berührt, dass du mich darauf ansprechen möchtest – du findest mich, wenn es Zeit ist.
