Abschied
Eine Freundin hat gerade einen sehr berührenden Beitrag über Abschied in Skool geschrieben – ihre Tochter zieht heute von zuhause aus.
Bei mir war es andersrum: Ich bin ausgezogen.
2017 bin ich nach Griechenland gegangen. Meine Töchter waren damals 19 und haben abwechselnd je eine Woche bei mir und bei ihrer Mutter gewohnt – geteiltes Sorgerecht.
Es war ein ziemlicher Mix: Schmerz – aber auch Erleichterung und Freude.
Und das traut man sich ja oft gar nicht zu sagen.
Der Trennungsschmerz auf der einen Seite. Die Ängste: „Kommen sie auch zurecht, wenn du 2.000 Kilometer weit weg bist?“ – „Was ist, wenn irgendwas passiert?“
Auf der anderen Seite aber auch die Freude am Aufbruch. Die Erleichterung, aus der angespannten Situation in Deutschland auszubrechen.
Vielleicht tut es mal ganz gut, auch das auszudrücken, was man sich oft gar nicht zu sagen traut.
Abschied ist nicht nur traurig. Er ist auch Befreiung. Und manchmal beides gleichzeitig.
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