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Das Höher-Schneller-Weiter-Game

In dem ganz unten verlinkten Video habe ich einen genialen Eingangssatz gehört:

„Wenn man nicht mehr viel braucht, dann musst du nicht mehr viel arbeiten.“

Ich war den größten Teil meines Lebens auf diesem Höher-Schneller-Weiter-Tripp. Du weißt schon: Immer eine Schippe drauflegen, immer weiter, immer mehr. Die Frage ist nur: Warum eigentlich? Warum machen wir den Scheiß mit?

Weil wir uns einreden, dass wir dann glücklich sind. Wenn wir den Sportwagen haben. Die Villa am Meer. Die Millionen auf dem Bankkonto.

Und weißt du was? Ich hatte das alles. Endgeile Autos. Die Villa in Zypern (siehe Beitragsbild) war hundertfünfzig Meter vom Meer entfernt – mit Blick aufs Meer von der ersten Etage. Okay, zugegeben: Es war nur knapp eine Million, nicht mehrere. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Was auch noch wichtig ist zu erwähnen: Glücklich gemacht hat mich das alles nicht.

Es war eher purer Stress. Immer auf dem Sprung zum nächsten großen Ziel. Umgeben von psychisch gestörten Menschen (ja, die „Mitbewohnerin“ in der Villa), die auch nicht glücklich sind und in ihrer eigenen Phantasiewelt leben. Villen, Yachten, Champagner – und trotzdem alle unzufrieden. Irgendwie paradox, oder?

Heute wohne ich in einer kleinen Wohnung im popeligen Augsburg. Aber weißt du was? Ich bin so glücklich wie noch nie in meinem Leben.

Und damit will ich dir jetzt nicht deine großen Ziele ausreden! Vielleicht wirst du ja wirklich glücklich damit. Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die den Sportwagen fahren und morgens grinsend aufstehen. Kann sein. Was weiß ich.

Aber vielleicht merkst du auch, was Tobi Beck in einem Podcast mit Laura Malina Seiler so schön auf den Punkt gebracht hat – das Gefühl nach dem Erreichen der ersten Million:

„Dahinter ist fucking gar nichts.“

Genau das.

Wichtig wäre mir nur, dass du das mal reflektierst. Dass du dich fragst: Ist es das wirklich? Ist das der Weg, den ich gehen will? Bevor du dich selbst in deinem Hamsterrad wiederfindest. Denn rauskommen ist immer mühsamer als nie reinzugehen.

Und das Leben genießen und wenig arbeiten – das kannst du auch mit wenig Geld. Damit schließt sich der Kreis zum Zitat aus dem Video:

„Wenn man nicht mehr viel braucht, dann musst du nicht mehr viel arbeiten.“

Ich brauche nicht mehr viel. Und du?


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Ein Kommentar

  1. Super cool!
    Ja, dieser Meinung bin ich mehr und mehr auch. Sie ist der Grund, warum wir alle Häuser verkaufen und uns „aus der Substanz“ etwas Neues anschaffen. Das darf durchaus im Rahmen unseres Geschmackes etwas schönes sein. Schließlich haben wir viele Jahre dafür gearbeitet.
    Aber lieber ein paar Nummern kleiner und dafür frei von Verpflichtungen und der steten Angst vor Engpässen.

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