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Für die Likes gelaufen

Heute habe ich in einer Skool-Community einen Beitrag über Zypern gemacht. Es gibt eine neue Rubrik „Reise-Eck“ – mit so Fragen wie „Welcher Urlaubstyp bist du – Berge oder Strand?“

Dazu habe ich eine Bildserie von Zypern rausgesucht, die ich vor ungefähr vier Jahren gemacht habe – als ich genau zwei Jahre in Zypern war.

Ja, und da fiel es mir wieder mal wie Schuppen aus den Haaren:

Die Bilder und die Beiträge habe ich damals nicht für mich selbst gemacht. Sondern für einen ganz anderen Zweck.

Vielleicht ein bisschen aus Angeberei – vor allem aber, um Anerkennung, um Wertschätzung zu bekommen.

Ich kann mich an Strandspaziergänge erinnern, die ich gemacht habe, um dort Bilder oder Videos für Facebook & Co. zu machen. Genossen habe ich den Spaziergang nicht. Ich hab den nicht für mich gemacht … oder ein Stück weit schon – aber nur, um von anderen dann etwas zu bekommen.

Und was hatte das mit Selbstwert zu tun?

ALLES.

So geil auf Anerkennung muss man nur sein, wenn man einen niedrigen Selbstwert hat. Wenn man von der Anerkennung anderer abhängig ist.

Heute hat sich das drastisch gewandelt.

Heute bin ich geil, weil ich mich geil finde.

Heute mache ich Waldspaziergänge (bin ja zurzeit in Deutschland) für mich. Die gute Luft genießen. Die Entspannung. Die Energie.

Manchmal mache ich auch ein Bild – aber nur für mich.

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