Probleme, Herausforderungen oder Wachstumschancen?

Wortklauberei oder steckt mehr dahinter?

Was ich festgestellt habe: Es kann eine große Rolle spielen, wie du etwas bezeichnest.

Bei dem Wort Problem springt dein System anders an als bei dem Wort Aufgabe. Bei den meisten Menschen zumindest.

Ein Wort ist erst mal natürlich nur eine Ansammlung von Buchstaben. Aber Wörter haben eine Bedeutung, die wir gelernt haben – und auf die wir eben anspringen.

Wenn du das Wort Sex hörst, reagierst du anders als auf das Wort Schweinebraten.

Deshalb genügt es oft nicht, das Wort einfach nur auszutauschen. Wenn du hinter dem Wort Kartoffelbrei eine Lebensgefahr siehst, weil dein Opa im Altersheim an einem Löffel davon erstickt ist – als du drei Jahre alt warst (keine Ahnung, ob so was schon mal passiert ist) – dann hilft dir kein noch so positives Umbenennen.

Ich reagiere auf Kartoffelbrei übrigens auch erst mal eher ablehnend. Kartoffelbrei hat viele Kohlenhydrate – ich ernähre mich Low Carb. Anderen läuft das Wasser im Mund zusammen, und sie sehen auch noch ein paar leckere Bratwürste vor ihrem geistigen Auge.

Ich achte deshalb schon darauf, ob ich etwas als Problem, als Herausforderung oder als Aufgabe bezeichne. Noch positiver könnte man es vielleicht mit Wachstumschance betiteln.

Aber nur, wenn es für dich passt. Wenn du darunter wirklich eine Wachstumschance empfindest. Wenn du es als Kunstgriff benutzt, um dich selbst zu verarschen, geht der Schuss nach hinten los.

Bei mir ist es so: Ich nutze das Wort Aufgabe. Und wenn ich etwas als Problem sehe, mache ich es mit meinen Methoden zur Aufgabe.

Meine Stresshormone bedanken sich.

Wenn es bei dir nicht um Wortklauberei geht, sondern um ein echtes, tiefgreifendes Problem – eines, das dich vielleicht schon seit Jahren umklammert und das du endlich in eine Aufgabe verwandeln oder ganz loswerden möchtest:
Lade mich ein. Zu einem Gespräch.


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