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Die Katz’ frisst Mäus’, ich mag sie nicht.

Ich habe eine neue Skool-Community gegründet: „Männer – Echt und Ungefiltert.“ Um sie bekannt zu machen und Mitglieder zu gewinnen, habe ich in ein paar anderen Communities dafür geworben.

Ein Mensch namens Andreas fühlte sich berufen, darunter zu kommentieren:

„Hallo Sepp, ich ganz persönlich fühle mich überhaupt nicht angesprochen von der Gruppe…“

Früher wäre ich da auf die Barrikaden gegangen. Wäre explodiert. Hätte aggressiv reagiert.

Warum?

Weil es jemand gewagt hat, an meinem eh schon niedrigen Selbstwert zu kratzen.

So direkt hätte ich das damals aber nicht ausgedrückt. Ich hätte mir Argumente einfallen lassen, warum sein Kommentar eine Frechheit ist. Ihm hätte ich ordentlich ans Schienbein getreten – mir hätte ich die ganze Situation schöngeredet. Vielleicht hätte ich ihn auch blockiert und mich tagelang darüber geärgert.

Im Kern wäre es immer um meinen angeknacksten Selbstwert gegangen. Auf dem jetzt jemand – den ich noch nicht mal kenne – rumtritt.

Heute habe ich total entspannt geantwortet:

„Servus Andreas, meine Mutter sagte öfter: ‚Die Katz’ frisst Mäus’, ich mag sie nicht.‘ Also vollkommen klar, dass die Gruppe nicht jeden anspricht…“

Das ist ein Stück weit der Unterschied zu einem gesunden Selbstwert.

Man zieht sich das nicht mehr so rein – und kann gelassen eine klare Linie ziehen.


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