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Vom Glasscherbenviertel zum Millionär … und zurück

Vor zig Jahren habe ich mal den Titel meiner Autobiographie festgelegt:

„Vom Glasscherbenviertel zum Millionär.“

So sollte sie heißen.

Okay – vor zwölf Jahren musste ich den Titel dann ergänzen: „… und zurück.“

Gerade denke ich mir: Der Titel wird noch ziemlich lang …

Aber weißt du was? Das ist vollkommen egal.

Wir haben nur so eine komische Vorstellung davon, wie gradlinig ein Lebenslauf sein muss. Vor allem in Deutschland. In vielen anderen Ländern ist das gar nicht so.

Wahrscheinlich kennst du diese amerikanische Philosophie „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Neben dem, dass sie motivieren soll, zeigt sie ja auch: Lebensläufe können alles sein.

Es gibt gradlinige – wie bei einem Freund von mir: Spross einer sehr wohlhabenden Familie, BWL-Studium, Praktikum, Geschäftsführer im Verlag, Geschäftsführer im elterlichen Unternehmen.

Und es gibt Lebensläufe wie meinen: eher eine Achterbahn in voller Fahrt.

Das Problem bei solchen tradierten Vorstellungen ist meist, dass wir glauben, wir seien „nicht richtig“, weil wir nicht der gängigen Norm entsprechen.

Na ja – und das zahlt nicht gerade auf dein Selbstwertkonto ein.

Dein Lebenslauf muss nicht gerade sein.

Er muss deiner sein.


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