Die Zeit heilt alle Wunden – ähhhh Nö!
Zuallererst kommt es darauf an, was man unter Heilung versteht – oder sich wünscht.
Mein Bruder ist gestorben, als ich sieben war. Das war lange eine offene, eitrige Wunde. Heute ist es eine Narbe, an die ich manchmal denke – sogar recht gerne. Nicht nur in melancholischen Momenten.
Bei meiner Ex-Frau, die vor Kurzem verstorben ist, werde ich eher mit viel Liebe auf diese Narbe schauen. Ich werde mich an unsere schönen Zeiten erinnern. Ich werde sie in unseren Kindern „sehen“.
Aber ich werde nie vergessen, dass es die beiden in meinem Leben gab.
Sie werden nie verschwunden sein.
Deine Verletzungen aus der Kindheit – die heute zu einem niedrigen Selbstwert, zu einem niedrigen Selbstvertrauen geführt haben. Die vielleicht sogar zu starken Bindungstraumata geführt haben – werden in dem Sinne, wie du es dir vielleicht wünschst, auch nie verheilen. Egal, wie viel Zeit vergeht.
Aber sie können Narben werden.
Narben, auf die du mal liebevoll und mal melancholisch schauen kannst. Aber Narben, die nicht mehr schmerzen. Die dich nicht mehr im Leben einschränken.
Was ist bei dir gerade eine Wunde – und welche Narbe könnte daraus werden? Schau mal auf meiner Kontaktseite.
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