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Melonen und Melarden

Ein Arbeitskollege meiner ersten Frau sagte immer Melonen statt Millionen. Daraus ist bei mir Melonen und Melarden entstanden.

Für viele ist das das große Lebensziel: Reichtum, der geile Sportwagen, das Haus am See – und natürlich Melonen auf dem Konto. Viele – vielleicht sogar Melarden.

Warum? Weil wir glauben, dass wir dann glücklich sind. Dass wir uns alles leisten können. Dass alles möglich wäre.

Da fällt mir ein Zitat von Aristoteles „Ari“ Onassis ein:

„Wer behauptet, mit Geld sei alles möglich, der beweist nur, dass er nie welches hatte!“

Ari war seinerzeit ein Superreicher. Er konnte sich alles kaufen – Frauen, ganze Inseln, eine riesengroße Yacht. Die Christina II habe ich mal im Hafen von Lefkada gesehen – alter Falter, was für ein Gerät. Die Fischkutter daneben sahen aus wie Nussschalen.

Glücklich war er wohl nie wirklich.

Ich hatte auch zeitweise Geld. Viel Geld. Ungefähr im Zeitraum von 2007 bis 2011 war ich Millionär. Glücklich oder zufrieden gemacht hat es mich nicht. Ich habe es nicht mal so richtig gemerkt. Erst nach der Auswanderung nach Griechenland 2017 – beim Ausmisten von Unterlagen in Deutschland – ist es mir so richtig aufgefallen.

Da fällt mir noch ein Zitat ein – von Tobias Beck. In einem Podcast mit Laura Malina Seiler, angesprochen darauf, wie das war, als die erste Million da war:

„Da habe ich gemerkt: dahinter ist fucking gar nichts.“

Im Moment bin ich auf einem recht guten Weg – auch was Geld betrifft. Aber die Reihenfolge heute ist eine andere:

Zuerst glücklich sein.


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