Vier von hundert
Gibt gerade so eine Diskussion über Ziele setzen in einer Neurohacking-Community. Sich ein „Everest-Ziel“ zu setzen, soll ja jetzt das Beste sein. Außerdem ist die Zielerreichung wohl um einen Prozentpunkt besser, wenn man an einem definierten Datum startet …
Das wurde in einem Feldversuch getestet. Ergebnis: Knapp drei von hundert ohne definiertes Startdatum haben ihr Ziel erreicht. Bei der Gruppe mit definiertem Startdatum waren es vier von hundert.
Zum einen: Ja, ein messbarer Effekt. Aber ein winziger.
Was mich gerade nachdenklich macht, ist das brutal schlechte Ergebnis generell.
Muss ich mal drüber nachdenken – und meine Erkenntnisse aufschreiben. Demnächst auf dieser Seite.
Nun gut, ich habe es auf vielen Wegen probiert: große Ziele setzen, an Silvester mit dem Rauchen aufhören, Vision Boards basteln und im Klo aufhängen …
Am besten hat meine Zielerreichung immer funktioniert, wenn ich eher spontan, ungeplant und einer starken Entscheidung, einem Beschluss gestartet bin – zum Beispiel beim Aufhören mit dem lieben Alkohol (dazu habe ich mal einen Blogpost geschrieben).
Spontan denke ich: Man sollte seinen eigenen Weg finden. Wenn es bei dir mit dem Basteln von Zielcollagen klappt – mach es genau so.
In der gleichen Community-Diskussion wurde eine Studie vorgestellt, die zwischen „weg von“ und „hin zu“ Zielen unterschied. Bei „hin zu“ Zielen haben 59 % der Probanden ihr Ergebnis erreicht, bei den „weg von“ nur 47 %.
Schon signifikanter – aber eigentlich immer noch schlecht, finde ich. Nur jeder Zweite erreicht sein Ziel.
Meine Erfahrung – auch mit Klienten – ist erheblich besser.
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