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Was kostet es dich, wenn du bleibst?

„Du hast Angst, was es dich kostet, wenn du losgehst? Dann schau dir lieber an, was es dich kostet, wenn du dort bleibst, wo du bist.“

Über diesen Spruch bin ich neulich in den Sozialen Medien gestolpert. Er hat mich nachdenklich gemacht – und zwar nicht, weil er neu war, sondern weil er etwas beschreibt, das ich selbst immer wieder erlebe.

Wir schauen uns ganz genau an, wo es bei neuen Vorhaben schwierig oder gefährlich werden könnte – und oft entscheiden wir uns, es lieber nicht zu wagen.

Was wir kaum oder gar nicht betrachten: Was es uns denn kostet, wenn wir dort bleiben, wo wir sind.

Komfortzone ist ein schöner Begriff – aber er täuscht. Oft ist es in der Komfortzone gar nicht besonders komfortabel. Wir haben uns nur an den Schmerz gewöhnt.

Zuletzt beim Thema Übergewicht.

Ich bin seit ungefähr 40 Jahren mehr oder weniger stark übergewichtig. Früher habe ich mich selten gewogen – ich hatte gar keine Waage. Geschätzt war ich in meinen fettesten Zeiten bestimmt bei 130 kg, meist so um die 110.

Nachdem ich mich seit etwa einem Jahr regelmäßig wiege – und aufgrund einer Schilddrüsenunterfunktion noch mal stark zugenommen habe – kann ich das ganz gut einschätzen.

40 Jahre lang immer wieder Versuche abzunehmen. Oft eher halbherzig – weil es schmeckt ja so gut. Und, na ja, ehrlicherweise: der Alkohol. Immer wieder der gute, alte Jo-Jo-Effekt.

Ironischerweise habe ich einige Jahre emotionale Esser sehr erfolgreich beim Abnehmen unterstützt – nur bei mir selbst hat es nicht geklappt.

Jetzt habe ich eine ausgewachsene Insulinresistenz, eine Fettleber und dadurch noch ein paar andere Zipperlein.

Hätte ich mir sparen können – vor allem auch, weil meine Komfortzone ja auch nicht wirklich gemütlich war! Ich habe mich mit meinem Gewicht nie wohlgefühlt, fand mich unattraktiv, war gehemmt beim Ansprechen von Frauen – usw. usw. usw.

Übrigens: Jetzt schaffe ich es ganz easy abzunehmen. 🥳
Die Motivation scheint gerade etwas höher zu sein.


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