Meine Familie, meine Freunde, alle werden mich auslachen…

…wenn ich es nicht schaffe.

Ja, was denn eigentlich?

Das war so ein bisschen das Damoklesschwert rund um meine Auswanderung. Vor der Auswanderung – aber auch in Griechenland und Zypern.

Was ist, wenn ich wieder nach Deutschland zurückkehren muss? Aus welchem Grund auch immer.

Bin ich dann gescheitert? Bin ich ein Versager?

Vielleicht.

Aber vollkommen unerheblich. Denn all diese Ängste hatten etwas mit meinem eher niedrigen – ich sage oft: ungesund niedrigen – Selbstwert zu tun.

Ein sehr hoher, übersteigerter Selbstwert kann übrigens auch ungesund sein. Oft ist das nur ein Zeichen von einem niedrigen Selbstwert, den man überkompensiert.

Gesund ist wahrscheinlich eine gewisse Bandbreite.

Beim Thema Psychologie, Mentoring, Menschenführung bin ich Experte – bei Zahnmedizin nicht. Wobei ich gerade überlege: Das hat mehr mit Selbstbewusstsein zu tun als mit Selbstwert. Mein Selbstwert bleibt unabhängig davon, ob ich von Atomphysik mehr oder weniger Ahnung habe.

Mein Fazit heute:

Kann sein, dass es nicht klappt – aber ich hab’s wenigstens probiert. Viele andere reden nur. Von ihren Zielen – egal ob auswandern oder Gitarre spielen lernen. Aber machen nichts.

Welche Bedenken, Ängste hörst du so – oder hast du selbst?
Und willst du mal nachdenken, woher diese Ängste kommen?

Ich sage dazu gerne:
„Auswandern ist nicht beängstigend. Mit 80 im Altersheim sitzen und sich zu fragen: ‚Was wäre gewesen, wenn …?‘ – das ist beängstigend.“

Und nur noch sicherheitshalber: Ich will dich jetzt nicht animieren, auszuwandern. Das Gesagte gilt für alle Lebensziele, die du hast und die außerhalb deiner Komfortzone liegen.

Wie viele würden wohl gerne zu Deutschland sucht den Superstar gehen, trauen sich aber nicht – weil sie Angst vor den Reaktionen aus ihrem Umfeld haben? Insbesondere wenn sie von Dieter Bohlen hochkant rausgeworfen werden.

Aber mal ehrlich: Was ist schlimmer – rausgeworfen werden oder nie aufgetreten sein?


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