Selbstwert steigern – aber wie eigentlich?
„Selbstwert steigern“ klingt immer gut. „Yess, will ich haben!“ Ja, aber wie denn eigentlich?
Ich glaube, man kann Selbstwert nicht isoliert betrachten. Für mich ist er ein Teil eines magischen Dreiecks … oder vielleicht sogar Quadrats.
Das Dreieck besteht aus Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstwert. Damit es ein Quadrat wird, kommt noch die Selbstliebe dazu. Die möchte ich für diesen Blogpost aber mal ausklammern – Selbstliebe entsteht aus meiner Sicht erst, wenn die anderen drei geklärt sind.
Wie schon geschrieben: Man kann Selbstwert nach meiner Ansicht nicht isoliert betrachten.
Selbstbewusstsein, Selbstwert und Selbstvertrauen gehören eng zusammen – und werden oft synonym und eigentlich falsch benutzt. Im Wortsinne sind es drei verschiedene Dinge.
Ganz kurz:
- Selbstbewusstsein: Ich bin mir meiner selbst bewusst. Was ich kann oder auch nicht. Wie ich bin. Was ich mag.
- Selbstwert: Welchen Wert gebe ich mir selbst? Wie wertvoll betrachte ich mich?
- Selbstvertrauen: Ich vertraue mir selbst. Ich halte, was ich mir verspreche.
Und das spielt eng zusammen. Wenn du an einer Stelle etwas veränderst, werden an den anderen beiden automatisch auch die Stellschrauben gedreht.
Ein einfaches Beispiel:
Wenn du dir vornimmst, morgens nach dem Aufstehen Gymnastik zu machen – und du tust es nicht … wirst du dann innerlich sagen: „Ja, dem Sepp kann ich vertrauen, der hält seine Commitments ein!“?
(Sepp kannst du hier mit deinem Namen ersetzen.)
Und wie wirkt sich das auf deinen Selbstwert aus? Gebe ich mir selbst dann einen hohen Wert? Hmmm …
Und dein Selbstbewusstsein wird auch nichts lernen. Kann ich das – oder kann ich es nicht? Weiß ich gar nicht mal. Ich ziehe es ja nicht durch.
Starten würde ich beim Selbstvertrauen.
Mir Dinge vornehmen, die ich auch wirklich ausführe. Und das dürfen – zumindest am Anfang – wirklich kleinste Dinge sein. Die Großen machen wir ja eh nicht. 😉
Ich mache schon seit einiger Zeit jedes Mal, wenn ich mir ein Glas Wasser hole, 20 Zehenstandübungen. Also: hinstellen, in den Zehenstand gehen, wieder runter – abwechselnd, 20 Mal. Mindestens fünfmal täglich. Und ich führe eine kleine Strichliste.
Ist das eine Kleinigkeit? Ja!
Werde ich dadurch zum Arnold Schwarzenegger? Nein!
Aber wenn ich abends auf die Liste schaue und die fünf Mal sind gemacht, weiß ich, dass ich ein kleines bisschen mehr über mich weiß.
Und letztlich macht das etwas mit Selbstwert und Selbstbewusstsein.
Mit welcher Miniaufgabe fängst du heute noch an?
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