Vier Bedingungen für echte Veränderung
Ich habe oft den Eindruck, dass es einen gewissen Frust – oder auch Widerstand – gegenüber Coaching und Mentoring gibt. Das hat aus meiner Sicht zwei Ursachen:
- Gefühlt kann heute jeder Coach werden.
- Dauerhafte Veränderung tritt oft nicht ein.
Auf den zweiten Punkt will ich hier mal genauer eingehen: Warum scheint dauerhafte Veränderung so selten zu gelingen?
Die Rückfallquoten sprechen eine deutliche Sprache:
- Bei Alkoholkranken liegt die Rückfallquote im ersten Jahr nach einer Entwöhnungsbehandlung bei bis zu 95 Prozent.
- Beim Rauchen bei bis zu 97 Prozent.
- 80 bis 95 Prozent aller Menschen, die viel Gewicht verlieren, wiegen nach zwei bis fünf Jahren wieder genauso viel – oder mehr.
Keine sehr vertrauenerweckenden Zahlen.
Ohne angeben zu wollen: Meine Ergebnisse sind erheblich besser – in allen Bereichen kaum Rückfälle. Ich frage hin und wieder bei Klienten nach, zu denen ich seit Jahren keinen Kontakt mehr habe.
Ich denke, das liegt an vier Bedingungen, die erfüllt sein müssen. Und die muss man im Prozess klären – und gegebenenfalls herstellen. Ansonsten kannst du dich auf den Kopf stellen und mit dem Arsch Fliegen fangen – es wird trotzdem nichts nutzen.
Die vier Bedingungen für neue Annahmen:
- Realistisch – Sie passt zu deinen bisherigen Erfahrungen und erscheint machbar.
- Nützlich – Sie verbessert deine Lebensqualität, deine Orientierung oder dein Verhalten.
- Wichtig – Sie trifft einen Punkt, der für dein System gerade relevant ist.
- Kohärent – Sie ist stimmig mit dem, wie du dich selbst und die Welt wahrnimmst.
Und dazu brauchst du nicht zwangsläufig mich – oder einen anderen Mentor, Coach oder Therapeuten. Die Erfüllung dieser vier Kriterien kannst du selbst prüfen.
Aber wenn du feststellst, dass dir etwas fehlt – dann ist Hilfe keine Schwäche, sondern Klugheit.
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